Franziska Baum

Introduction

Ein neues Jahr bringt Digitales und Bildungspolitik

Ein neues Jahr bringt Digitales und Bildungspolitik

Es ist der 31. Dezember und damit geht ein weiteres Jahr dahin. Für mich war 2019 wahnsinnig spannend und voller neuer Eindrücke, Menschen und Aufgaben. Es war bereits Ende 2018 abzusehen, dass sich einiges ändern wird. Ich habe einige liebgewonnene Projekte hinter mir gelassen und Abschied genommen, um dann mit neuem Elan in neue Aufgaben einzusteigen. Vor allem das Thema Digitalisierung und Bildung liegt mir am Herzen. So werde ich mich dafür einsetzen, dass die Grundlagen dafür geschaffen werden, dass Lehrerinnen und Lehrer digitale Methoden und Inhalte in den Unterricht einbinden können. Der Computer muss im Schulalltag eine Rolle spielen.

Der Computer muss in der Schule eine Rolle spielen auch als Hilfsmittel für den Lehrer

Es scheint aber ein Unmögliches zu sein, Lehrerinnen und Lehrer in Thüringen für eine Arbeit mit digitalen Medien auszustatten. Dabei gehört nicht so viel dazu. Es ist nach wie vor so, dass nicht in jedem Klassenzimmer ein Rechner zur Verfügung steht, mit dem Lehrerinnen und Lehrer Noten erfassen oder ihre Unterrichtsvorbereitung abrufen können. Es hat auch nicht jeder Lehrer und jede Lehrerin in Thüringen eine dienstliche E-Mail-Adresse. Warum eigentlich nicht? Sind Lehrerinnen und Lehrer anders als andere Angestellte oder Beamte des Landes Thüringen?

Digitale Bildung fängt für mich an der Stelle an, wo Lehrerinnen und Lehrer in ihrer täglichen Arbeit durch IT unterstützt werden. So spielt IT in der Schule eine Rolle und kann auch in den Unterricht integriert werden. IT und Digitalisierung sind kein Selbstzweck. Computer und Tablets sind Hilfsmittel, die unser alltägliches Leben und Arbeiten erleichtern. Den Umgang mit den Technologien wollen wir vermitteln und dafür müssen die Geräte und die Nutzung im Schulalltag stattfinden.

Kooperation zwischen Schulen und Experten fördern

Das Pilotprojekt der digitalen Schulen war doch eigentlich genau dafür gedacht. Oder? Es sollten neue Konzepte ausprobiert und dann für ganz Thüringen zugänglich gemacht werden. Stattdessen fühlen sich die Schulen allein gelassen. Die neue Lösung ist nun offensichtlich eine „Schul-Cloud“. Ob sie in den Schulen gebraucht wird, ist allerdings noch nicht bewiesen.

Der Computer muss im Schulalltag eine Rolle spielen. Darüber hinaus brauchen wir in den Schulen kompetente Personen, die sich um die Administration von Hard- und Software kümmern. Diese sollten sich mit den Prozessen in den Schulen auskennen und bei der Entwicklung entsprechender IT-Konzepte in der Schule unterstützen. Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass Lehrer diese Themen neben ihren eigentlichen Aufgaben umsetzen sollten. In anderen Bundesländern gibt es hervorragende Beispiele für die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Warum geht sowas nicht in Thüringen?

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